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Stellvertretende Kirchenpräsidentin im Amt bestätigt

115 von 118 Stimmen

Rolf OeserUlrike Scherf - Blumen zur Wiederwahl

Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat bei ihrer Tagung in Frankfurt die Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf und frühere Bergsträßer Dekanin mit überwältigenden Mehrheit im Amt bestätigt. Die Delegierten wählten sie mit 115 Stimmen von 118 gültigen abgegebenen Stimmen für eine weitere achtjährige Amtszeit.

Scherf trat ihre Aufgabe erstmals 2013 an. Als Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten unterstützt sie ihn bei seinen Leitungsaufgaben. Zudem setzt sie eigene thematische Schwerpunkte. So engagierte sie sich beim Sonntagsschutz, in friedenethischen Fragen und beim Thema Pfarrberuf.  Scherf ist Mitglied  im Aufsichtsrat der Diakonie Hessen. Sie gehört außerdem dem Kuratorium der Kinder- und Jugendstiftung der EKHN, dem Kuratorium des Konfessionskundlichen Instituts in Bensheim, dem Kuratorium der Evangelischen Hochschule Darmstadt sowie dem Beirat des Hospizes Bergstraße an.

Für eine der Welt zugewandten Kirche

In ihrer Bewerbungsrede trat sie dafür ein, dass Hessen-Nassau sich nicht zu einer „Vereinskirche entwickelt, die sich vor allem um sich selbst dreht“. Die EKHN müsse auch mit weniger Mitteln und Mitgliedern eine Kirche bleiben, die „in der Welt steht und ihren Auftrag für und mit möglichst vielen Menschen sichtbar und erfahrbar lebt“. Gleichzeitig sprach sie sich für eine stärkere Zusammenarbeit aller Arbeitsebenen aus. Bilder von „die da oben“, „die da unten“ und „die da drüben“ müssten sich zum „wir gemeinsam“ entwickeln.

Zur Person

Ulrike Scherf wurde 1964 in Wiesbaden geboren und absolvierte dort auch ihre schulische Laufbahn. Nach dem Abitur 1983 studierte sie Evangelische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Neuendettelsau (Bayern) und an den Universitäten in Bern und Heidelberg. Nach dem Ersten Theologischen Examen wurde sie Vikarin in Mümling-Grumbach (Odenwald). Nach dem Ende der praktischen theologischen Ausbildung arbeitete sie 1993 als Assistentin am Theologischen Seminar in Friedberg. Von 1994 bis 1998 war Scherf Pfarrerin mit je halber Stelle in Zwingenberg und Alsbach (Bergstraße), danach bis 2006 auf ganzer Stelle in Alsbach. 1999 übernahm sie neben ihrem Pfarrdienst das Amt der Dekanin im damaligen Dekanat Zwingenberg. Als dieses im Dekanat Bergstraße aufging, wurde sie 2007 zur hauptamtlichen Dekanin des Dekanats Bergstraße mit Sitz in Heppenheim gewählt. 2012 wurde sie dann zur  Stellvertretenden Kirchenpräsidentin gewählt. Das Amt trat sie 2013 an.

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