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Begenungsstätte für Lebensqualität

Juliane DielKick-Off zur GWA im Centrum der Begnung in Mainz-Marienborn

Seit vielen Jahren ist das Centrum der Begegnung gemeinsam mit dem Haus der Familie Mainz-Marienborn und dem Treffpunkt Marienborn Anlaufstelle für viele Menschen im Quartier Am Sonnigen Hang. Wurde die Arbeit bisher über die Kirchen sowie viele Ehrenamtliche gestemmt, wurde die Gemeinwesenarbeit (GWA) nun von der Stadt Mainz auf finanziell sichere Füße gestellt.

Dicht reihen sich Am Sonnigen Hang in Mainz-Marienborn die Hochhäuser aneinander. Kaum Platz zum Spielen und anonymes Nebeneinander prägten das Quartier. Durch die Initiativen im Centrum der Begegnung hat sich dies in den letzten Jahren deutlich verändert. Mit kostenlosem Mittagstisch und offener Kinder- und Jugendarbeit, Sprachkursen, Nähkursen und Müttercafé, Frühstück und Begegnungsräumen für Senioren sowie Beratungen in allen Lebenslagen, hat der Stadtteil viel Lebensqualität gewonnen.

Das Centrum der Begegnung – Haus der Familie wird seit 2007 von der Ökumenischen Initiative, bestehend aus dem juristischen Träger, der Evangelischen Kirchengemeinde Mainz-Marienborn sowie den Kooperationspartner, der Katholischen Pfarrgemeinde St. Stephan und der Caritasgruppe Marienborn verantwortet. Neben den offenen Angeboten wird auch praktische Lebenshilfe geboten, erklärt Carola Herbrik, Koordinatorin der GWA: „Wir geben praktische Lebenshilfe: losten die Menschen durch den deutschen Formular-Dschungel, erklären Rechte und Pflichten, vermitteln zu Pflegestützpunkten und helfen bei der Kommunikation mit Kindergarten und Schulen. Es ist ja bewiesen: Der Bildungserfolg der Kinder hängt wesentlich von der Unterstützung durch die Eltern ab - und wenn diese kein Deutsch können, ist das ein Problem.“ Bei Mittagessen, Frühstücken und Kuchen kommen die Menschen zusammen. „Wir haben hier eine Begegnungsstätte geschaffen, für Menschen, die sonst nicht viel raus gehen, weil sie sich den Kaffee in der Stadt einfach nicht leisten können“, erklärt Herbrik. Und der Stadtteil gewinnt noch viel mehr: „ Über die Jugend- und Kindergruppen wachsen die alten und neuen Teile von Marienborn zusammen. Man ist einfach zusammen und spielt – egal wo man herkommt“, beobachtet die Koordinatorin.

Bisher lebte das Centrum der Begegnung Jahr für Jahr immer von der Hand in den Mund. Durch Spenden, finanzielle Unterstützungen der Kirchen, ehrenamtliches Engagement und Projektanträge konnten die Ausgaben gestemmt werden. Im Oktober 2018 gab es nach der Sozialraumanalyse der Stadt Mainz einen Beschluss des Stadtrates, die GWA in Mainz finanziell auszustatten. In Stadtteilen, in denen der Lebenslagenindex negativ ist – dazu zählt auch Marienborn – werden Strukturen der GWA vor Ort nun kontinuierlich für die Miete der Räume und einer Koordinatoren-Stelle bezuschusst. „Eigentlich bräuchten wir in jedem Stadtteil solche vorbildliche Anlaufstellen, doch als Stadt haben wir auch nur einen begrenzt finanziellen Rahmen. Daher konzentrieren wir uns erst einmal auf die sozial schwächsten Stadtteile und unterstützen die dortigen Träger, um ihnen Planungssicherheit zu geben.“, so Susanne Groll, Sozialplanerin der Stadt Mainz.

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