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Geburtstagsfest

Mit Andacht, Sekt und Selters

Evangelisches Dekanat Mainz/Brigitte SpechtMit Sekt und Selters wurde auf den Kirchengeburtstag angestoßen.

Evangelische Kirche feiert in Mainzer Altmünstergemeinde 217. Jahrestag ihrer Gründung – Glückwünsche und Grußworte von Generalkonsulin Pascale Trimbach und Oberbürgermeister Michael Ebling

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In der Tat: Ein rundes Jubiläum ist ein 217. Geburtstag nicht. Beachtlicher erscheint schon die große Zahl von mehr als 200 Jahren als Altersangabe einer Organisation. Völlig außer Frage allerdings steht, dass das Ereignis vom 2. Mai 1802, so Dekan Andreas Klodt, „noch nach Jahrhunderten Anlass für Dankbarkeit und Feiern gibt“: die Gründung der Evangelischen Kirche in Mainz.

Denn das war zwar auch, aber nicht nur für die evangelischen Christen bedeutsam, die ihre Gottesdienste bis zu jenem Tag im rechtsrheinischen Wiesbaden-Biebrich feiern mussten, wie Klodt anhand eines Stadtplans und kurzweiligen Anekdoten aus dem damaligen politischen und gesellschaftlichen Leben verdeutlichte. Ebenso wie bereits Präses Dr. Birgit Pfeiffer in ihrer Begrüßung erinnerten die französische Generalkonsulin Pascale Trimbach und Oberbürgermeister Michael Ebling in ihren Grußworten an die großen Verdienste von Jeanbon St. André, der unter Napoleon Bonaparte zum Präfekten des französischen Mayence ernannt worden war.

Erste Gottesdienste links des Rheins

Evangelische Kirche feiert in Mainzer Altmünstergemeinde 217. Jahrestag ihrer Gründung – Glückwünsche und Grußworte von Generalkonsulin Pascale Trimbusch und Oberbürgermeister Michael Ebling

Dem Engagement dieses, so Klodt, „väterlichen Freundes der protestantischen Gemeinde“ verdankte die Stadt im frühen 19. Jahrhundert nicht nur ihre herausragende politische und gesellschaftliche Stellung, sondern eben auch die Möglichkeit, inmitten des katholisch geprägten Mainz in einem eigenen Gotteshaus evangelische Gottesdienste zu feiern.

"In der Verwaltung untergegangen"

Beantragt hatten die Mainzer Protestanten ein evangelisches Gemeindehaus beim Kurfürsten zwar bereits 1787, berichtete Dekan Klodt mit Verweis auf das entsprechende historische Schriftstück. „Doch wie man sieht, sind auch damals schon Vorgänge in der Verwaltung untergegangen.“

So habe es noch der Gleichstellung aller Religionen nach der französischen Revolution bedurft, damit die aus den protestantischen Strömungen der Reformierten und der Lutheraner hervorgegangene Unierte Evangelische Gemeinde in Mainz Kirche und Teile des Klosters der Jakobsberger Benediktiner am Rande der damaligen Stadt für ihre Gottesdienste nutzen durfte.

Meisterhaftes "Moto perpetuo"

Den passenden musikalischen Rahmen um die Feierstunde spannten der Mainzer Violinprofessor Benjamin  Bergmann, seine Meisterschülerinnen Ashley Bartel und Gu Feng Wu und Leonid Dorfman am Flügel. Mit Niccolò Paganinis „Caprice Nr. 24“, die passgenau im Jahr 1802 entstanden ist, und seinem „Moto perpetuo“ hörten  Gemeinde und Feiergäste erstklassige Streichermusik, bevor der Geburtstagsabend mit einer Andacht, dem gemeinsam gesungenen Choral „Nun danket alle Gott“ und schließlich Geburtstagskuchen und Brezeln sowie Sekt und Selters gemütlich ausklang.


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