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One Billion Rising:

Mit Tanzschritten gegen Gewalt an Frauen

Evangelisches Dekanat Mainz/Nicole Weisheit-ZenzWeiße Kappen zeigen Flagge.

Mehr als 300 Teilnehmer bei Protestaktion von Stadtjugendpfarramt und Staatstheater

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Lebensbejahend wirkte sie, die Aktion zum internationalen Protesttag „One Billion Rising“. Wie in vielen weiteren Städten deutschland- und weltweit war in Mainz dazu aufge-fordert worden, tanzend ein Zeichen zu setzen gegen Gewalt. Organisiert hatte die Veran-staltung das Evangelische Stadtjugendpfarramt und das Staatstheater, unterstützt vom städ-tischem Frauenbüro, Mädchenarbeitskreis und Frauenzentrum.

Die Kampagne setzt sich in rund 190 Ländern für Gleichstellung und Gewaltfreiheit ein. Ins Leben gerufen hat sie die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler. So fröhlich die öffentlichen Aktionen wirken, so ernst ist ihr Hintergrund: Die Zahl „One Billion“, zu deutsch eine Milliarde, deutet auf eine UN-Statistik hin, nach der so viele Frauen weltweit Opfer von schweren Körperverletzungen oder Vergewaltigungen werden.

Selbstbewusster Protest

Eine von drei Frauen: eine schockierend hohe Zahl, findet auch Organisatorin Marga Kadel, Jugendreferentin im Evangelischen Dekanat Mainz. Doch ganz bewusst solle darauf nicht trist und bedrückt hingewiesen werden, sondern selbstbewusst.

Zum Ausdruck kommt dies auch im Song „Break the Chain“ (Zerbrich die Ketten) von Tena Clark, als gemeinsame globale Hymne.  Wir sind Mütter, wir sind Lehrerinnen, heißt es darin. Wundervolle Geschöpfe, mit Körpern, die heilig sind. Eine eigens entwickelte Choreografie dazu, mit viel Symbolkraft, konnte zuvor im Staatstheater eingeübt werden.

Kein Perfektionsanspruch

„Es geht nicht um Perfektion“, betonte Valentina Radmann, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Tanz- und Theaterpädagogik absolviert und mehr als 100 Teilnehmer anleitete, „son-dern um die Freude am gemeinsamen Tanzen und Protestieren“. In deutlichen Gesten wurde dabei geklatscht oder mit Fingern auf sich und andere Leute gezeigt.

Mit weißen Mützen und mit Aktionslogo als Erkennungszeichen lenkten die Aktiven auf ih-rem Weg vom Theater zum Vorplatz der Römerpassage schon viele interessierte Blicke auf sich. Dort kamen, so schätzen die Veranstalter, mehr als 300 Mitwirkende zum Tanzen zu-sammen: Frauen und Männer, Kinder und Senioren. Weitere hielten Plakate in den Händen, um für Gleichberechtigung zu demonstrieren.

Beifall von OB Ebling

Beeindruckt von der vielfach gezeigten Solidarität war auch Oberbürgermeister Michael Ebling, der Beifall spendete und betonte, Gewalt gegen Frauen müsse geächtet werden.
„Die Resonanz war riesig“, resümierten Kadel und Sebastian Arnold, Vorsitzender der Evan-gelischen Jugend in Mainz. Überwältigend finden sie, wie viele sich Zeit genommen und in aller Öffentlichkeit mitgemacht haben.

Ähnlich wie die markanten Mützen weiterhin getragen werden sollten, sind alle aufgefordert, die Botschaft der Aktion in Gesprächen und über soziale Medien zu verbreiten, damit in den nächsten Jahren weltweit eine Milliarde Men-schen auf die Straßen gehen.

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