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Gemeinsame Eucharistiefeier von Ehepartnern verschiedener Konfessionen: Kohlgraf für „seelsorglich begleitete Entscheidung“

Laut dem Bischof ist die Orientierungshilfe der Deutschen Bischofskonferenz aber "keine Einladung zum gemeinsamen Kommunionsempfang"

Bistum MainzDer Mainzer Bischof Peter Kohlgraf.

„Mir ist es wichtig, dass wir im Bistum Mainz zu einem differenzierten Zugang zu diesem Thema finden.“ Das habe, so die Pressestelle des Bistums Mainz, der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf bei einem Gesprächstag betont, der sich mit der Orientierungshilfe der Deutschen Bischofskonferenz „Mit Christus gehen – der Einheit auf der Spur. Konfessionsverbindende Ehen und gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie“ beschäftigte.

Zum Gesprächstag waren rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ins Ökumenische Gemeindezentrum nach Darmstadt-Kranichstein gekommen. Als konfessionsverbindend werden Ehen bezeichnet, in denen der eine Partner katholisch, der andere evangelisch ist. Die Orientierungshilfe der Deutschen Bischofskonferenz war im Februar 2018 veröffentlicht worden.

Orientierungshilfe als "pastorale Handreichung"

Kohlgraf betonte, dass die Orientierungshilfe keine Einladung zu einem gemeinsamen Kommunionempfang für Paare in konfessionsverbindenden Ehen sei. Die Orientierungshilfe sei vielmehr eine „pastorale Handreichung“ für Seelsorgerinnen und Seelsorger, damit Paare, für die dies eine wichtige Glaubens- und Lebensfrage sei, geistlich so begleitet werden könnten, „dass sie eine verantwortete Gewissensentscheidung treffen können“. Diese seelsorglich begleiteten Entscheidungen werde er als Bischof akzeptieren.

Kohlgraf bezeichnete die Orientierungshilfe als ein „relativ rigides Dokument“, deren Ziel die „seel-sorgliche Begleitung im konkreten Einzelfall“ sowie die „Begleitung einzelner Menschen in ihrer konkreten Lebenssituation“ sei. Es sei wichtig, „die geistliche Sehnsucht eines Einzelnen“ Ernst zu nehmen, sagte der Bischof weiter.

Er erinnerte zudem die Priester an ihre seelsorgliche Pflicht, mit Menschen, die danach fragten, ein seelsorgliches Gespräch zu dieser Frage zu führen. Der Tag in Darmstadt-Kranichstein war der erste von insgesamt zwei Gesprächstagen, ein weiterer wird in Pohlheim stattfinden.
    

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